Feinstaub Sensor SDS011

Vorabinformation der LUBW zu Vergleichsmessungen des Feinstaubsensors SDS011

Aufgrund vermehrter Anfragen zur Qualität der von OK Lab eingesetzten Sensoren hat die LUBW in der Zeit von Anfang Februar – Anfang April 2017 PM10-Vergleichsmessungen dieses Sensortyps (SDS011) mit einem eignungsgeprüften Feinstaubanalysator der Firma Grimm durchgeführt.

Untersucht wurden drei Sensoren aus verschiedenen Chargen, eingebaut in zwei Gehäuse-Bauformen (Einbau nach Vorgabe OK Lab sowie integriert in ein Gehäuse erstellt im 3D Druck).

Die Messungen fanden auf dem Versuchsgelände am LUBW-Standort Großoberfeld sowie ergänzt um Laboruntersuchungen in Karlsruhe statt.

Zu den Ergebnissen gibt es diese Vorabinfo:

  • zufriedenstellende Korrelation an Tagen mit mittlerer Luftfeuchtigkeit (20 – 50 % r. F.) und Konzentrationen kleiner 20 µg / m³
  • deutliche Abweichungen bei Schwankungen der klimatischen Bedingungen (Luftfeuchte, Luftdruck, Lufttemperatur)
  • Sensoren aus unterschiedlichen Chargen weisen unterschiedliche Messergebnisse auf
  • undefinierter Probengasstrom durch ungeregelten Lüfter führt zu starken Schwankungen des Messvolumens
6 replies
  1. Gregor
    Gregor says:

    Na ja, das hatte ich schon vermutet.
    So ist es evtl. eher eine quallitative Ausage, denn eine quantitative.
    Man kann eben ganz gut sehen, wenn prlötzlich die Werte deutlich ansteigen und man kann das je nach Windrichtung auch über mehrere Sensoren verfolgen.

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  2. Andreas
    Andreas says:

    Eigentlich müsste man auf dieses Ergebnis reagieren und zeitgleich noch die rel. Luftfeuchte aufzeichnen und auch auf der Karte ausweisen. Denn wenn ich das richtig verstehe, sind die Messungen überhaupt nur bei mittlerer Luftfeuchte belastbar.

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  3. Gregor
    Gregor says:

    Bei uns (Neuss) hat es jetzt tagelang immer wieder z.T. sehr stark geregnet. Man kann deutlich sehen, dass die ermittelten Feinstaubwerte dann erheblich in die Höhe schnellen. Ich bin mir nicht im Klaren, welchen Wert ich den ermittelten Feinstaubwerten überhaupt geben kann. Im Moment schätze ich sie eher als zufällig bzw. wilkürlich ein, was sie einer ernsthaften Erwägung entzieht. Es würde mich auch interessieren, ob sich bei einer rechnerischen Zuhilfenahme der Luftfeuchte, ein korrigierter Wert, der belastbar ist, erziehlen ließe.

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  4. Anton Meier
    Anton Meier says:

    sorry, aber das ist genau mein Vorurteil bzgl. DIY. Als Spielzeug für vieles brauchbar. Schade finde ich, dass dieses Beispiel hier noch mit wissenschaftlichen Anstrich versehen wird. Der Schwerpunkt scheint dann doch eher ein sozialpädagogischer zu sein. Über so etwas macht man sich doch in der Planungsphase Gedanken. Aber heute wird alles erst mal auf den Markt gehauen, um es dann mit einem update zu versehen.
    Stellt sich die Frage, ob dieses Projekt nicht zusätzlichen Feinstaub erzeugt / provoziert. Zumindest einiges an Störnebel.

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    • Jan
      Jan says:

      Die Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart hat dem SDS011 Sensor bei den kleinen Partikelgrößen PM1 und PM2.5 (die WHO empfiehlt PM2.5 als Gesundheitsstandard) einen nahezu identischen Kurvenverlauf zu einen Profimessgerät bescheinig (Quelle: http://swrmediathek.de/player.htm?show=ee820940-aa94-11e6-a5fb-005056a10824 ab Minute 2:00). International ist das sog. Screening mit günsiger Hardware weitaus unumstrittener als es das in Deutschland ist. Da wir die Luftfeuchtigkeit immer mittracken können wir z.B. mit Machine Learning die Streuungen wieder herausrechnen.

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